Aus Erfahrung als Systemischer Coach und Schreibtrainerin weiß ich, dass Schreiben eine gute Methode ist, um unsere Gedanken und Ideen zu ordnen. Denn wir können das, was wir sehen oder hören, oft leichter verstehen und das bewirkt mitunter ein AHA-Erlebnis. Wenn wir unsere Gedanken aufschreiben, haben wir die Möglichkeit, uns selbst zu begleiten und zu reflektieren. Wichtige Erkenntnisse gehen dabei nicht verloren und wir können die Situation auch später noch – mit einer gewissen Distanz – aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Egal ob im Berufsleben oder privat: es gibt immer wieder unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten. Schreiben hilft, diese Möglichkeiten zu sehen und zu ordnen. Sobald man klar sieht, kann man entscheiden und (neue) Ideen oder Lösungen entwickeln.

Durch Schreiben können wir außerdem kommunizieren ohne zu reden. Viele Berufstätige sitzen stundenlang in Meetings, unterrichten, halten Vorträge oder telefonieren beinahe rund um die Uhr. Unser Alltag ist hektisch. Zeit für Gefühle und für sich selbst bleibt nur noch kaum. Beim Schreiben haben wir, frei nach der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf „Ein Zimmer für uns allein“. (“Room of one’s own“, Virginia Woolf)

In diesem Zimmer, also unserem Notizblock, dem Tagebuch oder auf einem Blatt Papier sind wir ein paar Minuten mit uns allein und dürfen ganz neue und kreative Wege gehen.

Schreiben hat – egal ob mit der Hand oder auf der Tastatur – das richtige Tempo, um den eigenen Gedanken folgen zu können und daraus Ideen entstehen zu lassen. Beim Schreiben kommen wir, im wahrsten Sinne, immer zu Wort.

Sie wollen nicht nur über das Schreiben lesen, sondern selbst mit dem Stift zum „Ich“ finden? Dann erleben Sie die Wirkung im Kreativen Schreiben 

Von Andrea Magdoin-Braunsdorfer